Zwölf Buddha-Zitate für mehr Glück und Gelassenheit

von Miriam Fischer August 31, 2019 6 Minuten Lesezeit 2 Kommentare

Buddha-Zitate für mehr Glück und Gelassenheit

Zwölf Buddha-Zitate für mehr Glück und Gelassenheit 

Unser Alltag ist meistens so hektisch und vollgepackt, dass das Leben an uns vorbeirast und wir den Blick dafür verlieren, was wirklich von Bedeutung ist. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig bewusst eine Auszeit zu nehmen, um sich zu besinnen und den Fokus neu auszurichten. Sich an die weisen Worte des Buddha zu erinnern, ist eine gute Möglichkeit zur Rückbesinnung – sie sind Balsam für die Seele. Wir haben zwölf Buddha-Zitate zusammengestellt, die dich inspirieren und ermutigen sollen. Nimm dir fünf Minuten Zeit für diesen Artikel und lass dir die buddhistischen Lebensweisheiten auf dem Herzen zergehen. 

  1. Der Mensch leidet, weil er Dinge zu besitzen und zu behalten begehrt, die ihrer Natur nach vergänglich sind. 

Alles in unserer materiellen Welt ist vergänglich. Das Leben ist ein kontinuierlicher Prozess von Neuentstehen, Werden und Vergehen. Das menschliche Leben selbst ist dem unentwegten Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt unterworfen. Den Lehren des Buddhas zufolge birgt die Anhaftung an Besitztümer, Menschen, Gefühlszustände oder Erlebnisse Leid. Wer Buddhist ist muss deswegen nicht in Armut und Entsagung leben oder Beziehungen meiden. Es ist lediglich die emotionale Anhaftung, von welcher der Mensch sich lösen muss, um sich vom Leid zu befreien und wahres Glück zu erfahren. Wer nicht mehr anhaftet ist frei und überwindet das Leid, welches das irdische Leben zwangsweise mit sich bringt. Die vollständige Überwindung des Leidens führt zum Zustand des Nirwanas, der Erleuchtung. Dies ist das Ziel aller Buddhisten. 

Nimm dir dieses Zitat zu Herzen und lass einfach los. Vertraue und lass dich vom Leben tragen! 

  1. Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird

Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude! Manchmal behalten wir unsere Freude gerne für uns, weil wir abergläubisch sind und befürchten, dass der Neid unserer Mitmenschen uns die Freude verderben könnte. Dabei ersticken wir so nur unsere eigene Freude wie eine Flamme, die keinen Sauerstoff bekommt. Wenn wir hingegen unsere Freude teilen, andere Menschen an ihr Teil haben lassen, dann wächst sie. Sie wird größer wie das Licht, mit dem zahlreiche Kerzen den Raum gleichzeitig erhellen, wenn eine einzige Kerze ihr Feuer teilt. 

Mache einem anderen Menschen eine Freude und dein eigenes Herz wird sich erfreuen. Freude, genauso wie auch Liebe, wird nur größer, wenn sie geteilt wird. 

  1. Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg. 

In unserer westlichen Gesellschaft rennen wir oft Zielen hinterher und denken, wenn wir sie erreichen, dann werden wir glücklich. Nach jedem erreichten Ziel stecken wir uns ein noch größeres Ziel und jagen dem Glück hinterher wie ein Hase einer Karotte. Doch der Buddha erinnert uns daran, dass der Weg das Ziel ist. Glücklichsein ist kein Ziel, das fernab in der Zukunft liegt, keine Errungenschaft, die durch Mühsal erreicht werden kann. Glücklichsein ist der Weg, für den du dich entscheidest. Entscheide dich, glücklich zu sein, hier und jetzt. 

Falls du dich nun fragst, wo denn der Weg zum Glück ist... 

  1. Der Weg liegt nicht im Himmel. Der Weg liegt im Herzen. 

Der Weg des Glücklichseins ist ein innerer Weg. Er ist nicht im Äußeren zu finden, nicht im Himmel und auch nicht auf der Erde. Der Weg liegt einzig und allein im Herzen. Wenn du dich dazu 

entschließt, mit einem offenen Herzen durch das Leben zu gehen, dann wirst du das Glück erfahren. Du wirst es in deinem Herzen fühlen. Das Problem unserer Zeit ist, dass wir uns das Herz oft verbarrikadieren und uns dadurch unsere eigenen Hürden in den Weg legen. 

Meditiere und konzentriere dich dabei bewusst auf dein Herz. Es wird dich auf den richtigen Weg bringen. 

  1. Jeder von uns ist allwissend. Wir müssen lediglich unser Bewusstsein öffnen, um unserer eigenen Weisheit zu lauschen. Das Herz kennt den Weg. 

Oft versuchen wir alles mit dem Verstand zu kontrollieren und zu regeln. Wir suchen im Außen nach Rat, nach einem Glücksrezept und nach Weisheit. Aber wie wir bereits erfahren haben, liegt der Weg im Herzen. Es ist die Quelle unserer Weisheit, die wir nur anzapfen müssen. 

Nimm dir regelmäßig Zeit für die Herz-Meditation, dann wirst du seine sanfte Stimme schon bald lauter hören können. 

  1. Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus. 

Wenn du eine Situation, die dir nicht guttut, ändern kannst, dann harre nicht länger aus. Ändere sie. Wenn du sie nicht ändern kannst, dann ändere deine Einstellung. Du hast nicht immer Kontrolle über äußere Umstände, doch deine Einstellung und die Art, wie du über eine Begebenheit denkst, ist dir zu jeder Zeit selbst überlassen. 

Denke stets positiv und lösungsorientiert! 

  1. Wenn wir das Wunder einer einzigen Blume klar sehen könnten, würde sich unser ganzes Leben ändern. 

Hast du dir schon einmal die Zeit genommen, eine Blumenblüte aus nächster Nähe zu betrachten und dir all ihre Details bewusst zu machen? Nein? Dann tu es jetzt. Im Wunder der Blume wirst du die Vollkommenheit des Lebens erkennen! 

Mehr soll dazu nicht gesagt sein. Schau sie dir an und fühle in dich hinein! 

  1. Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum, ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen. 

Vielleicht hattest du Glück und eine Biene saß auf der Blüte, die du soeben bewundert hast. Nun meditiere über die Biene! Sie nimmt den Nektar von der Blüte und im Ausgleich hilft sie der Blume bei der Fortpflanzung. Sei dir bewusst über Geben und Nehmen. Nimm und gib zurück, beute deine Geldquellen nicht aus, sondern respektiere sie, damit sie nie versiegen. 

Geld, wie alles andere auch, ist eine Energie. Lass es fließen und sei dir bewusst, wofür du es einsetzt! 

  1. Man erntet kein Reisfeld, ohne es vorher bestellt zu haben. 

Auch im Buddhismus gibt es Bauernweisheiten. Die Ernte kommt erst nach getaner Arbeit. Zuerst muss der Boden vorbereitet, dann die Saat ausgestreut und schließlich die Pflanzen gehegt und gepflegt werden, damit sie irgendwann Früchte tragen. Erst wenn die Früchte reif sind, dürfen sie geerntet werden, sonst sind sie ungenießbar. 

Betrachte deine Projekte wie ein Reisfeld und du wirst wissen, was du zu tun hast. 

  1. Der Zimmermann bearbeitet das Holz. Der Schütze krümmt den Bogen. Der Weise formt sich selbst. 

Wenn du diesen Artikel bis hier hin gelesen hast, dann hast du mit Sicherheit ein gewisses Interesse für Weisheit. Wenn der Buddha davon spricht, dass sich der Weise selbst formt, meint er damit nicht etwa seinen Kugelbauch. Wenn du die Entwicklung deines Bewusstseins zu deiner Priorität machst, wird sich dein Leben automatisch entsprechend formen und gestalten lassen. Wähle stets die höchste Bewusstseinsstufe, zu der du Zugang hast und du wirst in zunehmender Weisheit deinen Weg gehen. 

Wenn du die Wahl hast – Wähle Weisheit! 

  1. Spannst du eine Saite zu stark, wird sie reißen. Spannst du sie zu schwach, kannst du nicht auf ihr spielen. 

Auf die Balance kommt es an. Der mittlere Weg, wie der Buddha ihn nennt, ist nicht etwa ein mittelmäßiger Weg, sondern der Weg des inneren und äußeren Gleichgewichts. Sei nicht faul und träge, aber überarbeite dich nicht bis zum Burnout. Hungere deinen Körper nicht aus, aber überfriss dich nicht. Denke nach, bevor du etwas tust, aber denke nicht zu viel, sodass du untätig wirst. Richte deine Aufmerksamkeit nach außen und schaue genauso oft nach innen. Halte die Balance und du wirst dich ausgeglichen fühlen! 

  1. Das beste Gebet ist Geduld. 

Laut Meister Eckhart ist das beste Gebet „Danke!“. Dem Buddha zufolge ist das beste Gebet Geduld. Beides sind Tugenden, die für ein glückliches Leben grundlegend sind. Sei geduldig mit deinen Mitmenschen und vor allem mit dir selbst! Lass den Dingen ihren Lauf und gib dir selbst die Zeit, die du brauchst. Insbesondere wenn das Leben zunehmend beschleunigt und es so viel zu erleben und zu erreichen gibt, dass wir kaum mithalten können ist das Beste was wir – uns selbst zuliebe – tun können manchmal einfach abwarten und nichts tun. 

Trinke Tee, wenn dir nichts tun zu schwerfällt. 

Wir hoffen, dass du in diesen Buddha-Zitaten Inspiration gefunden hast und dass das Lesen dieses Artikels eine kleine Auszeit vom hektischen Alltag für dich war. Noch ein letzter Tipp zum Abschluss: Schreibe dir deine Lieblingszitate auf kleine Zettelchen und klebe sie dir auf den Computerbildschirm, den Kühlschrank oder den Badspiegel, damit du dich öfter an die weisen Worte des Buddhas erinnern kannst.

Miriam Fischer
Miriam Fischer


2 Antworten

Stephanie Diederich
Stephanie Diederich

September 06, 2019

Sehr schöne Zitate. Ich habe mir die, die zu mir passen, in meiner gegenwärtigen Lage, aufgeschrieben und werde sie mir zu Herzen führen.Danke.

Sylvia
Sylvia

September 01, 2019

Namaste Miriam,

diese Zitate kamen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Ich bin zur Zeit in einer schwierigen Situation, Trennung von meinem Mann. Der Buddhismus hilft mir sehr und ich versuche alles zu verinnerlichen.
Nochmals vielen Dank

Liebe Grüße
Sylvia

Schreibe einen Kommentar