Zwölf Arten von Yoga für Körper und Geist

von Miriam Fischer März 15, 2019 4 Minuten Lesezeit 1 Kommentar

Zwölf Arten von Yoga für Körper und Geist

Zwölf Arten von Yoga für Körper und Geist

Yoga ist eine 5000 Jahre alte Praxis, die heutzutage von Millionen von Menschen weltweit geliebt und gelebt wird. Im Laufe der Zeit hat Yoga sich stets weiterentwickelt und mittlerweile gibt es unzählige Formen des Yoga. Obwohl die meisten Yoga-Stilrichtungen gemeinsame Wurzeln haben, hat jede ihre eigenen einzigartigen Eigenschaften und Schwerpunkte, so dass für die vielfältigen Bedürfnisse der Yoga-Praktizierenden gesorgt ist. Finde heraus, welche Art von Yoga am besten zu dir passt! Wir haben einen kurzen Überblick über zwölf verschiedene Yoga-Arten zusammengestellt.

 

  1. Hatha Yoga

Im Allgemeinen ist Yoga bekannt als die körperliche Praxis des Hatha Yoga. Die Methode des Yoga, die durch meditative Körperbewegungen Körper und Geist stärkt und die universale Lebensenergie (Prana) zum Fließen zu bringen.

Das traditionelle Hatha Yoga umfasst Positionen zur Steigerung der körperlichen Flexibilität und Kraft (Asanas), Atemübungen (Pranayama), Reinigungsübungen (Kriyas) und Energie- Schließungen (Bandhas) sowie Handpositionen (Mudras), um Prana zu lenken und zu verbessern. In der Regel wird der Begriff verwendet, um einfach eine Praxis von langsamen und ruhigen Körperhaltungen zu beschreiben. Hatha Yoga ist eine sehr gute Einführung in das Yoga, weil es die Grundlage der anderen Arten der physischen Yogapraxis ist.

  1. Vinyasa Yoga

Vinyasa bedeutet auf Sanskrit die Verbindung zwischen Atmung und Bewegung. Obwohl diese Verbindung ein fester Bestandteil jedweder Yoga-Übungen ist, da alle ein bewusstes und kontrolliertes Atmen beinhalten, hat Vinyasa Yoga die Besonderheit, dass jede Bewegung mit dem Ein- und Ausatmen sowie Anhalten von Atem bewusst stimuliert wird, wodurch der Fluss der Bewegungen unterstützt wird.

Viele Yogakurse bezeichnen sich als Vinyasa Yoga in Abgrenzung zum traditionellen Hatha Yoga, welches sehr langsam und meditativ ist. Vinyasa-Bewegungsabläufe sind schneller und anstrengender für den Praktizierenden.

  1. Ashtanga Yoga

Dieses Yoga beinhaltet Elemente sowohl von Hatha als auch Vinyasa Yoga. Ashtanga bedeutet in Sanskrit eigentlich „Acht Schritte“, die Elemente des Yoga, die Patanjali, der Vater des Yogas, in der Yogasutra, dem Leitfaden des Yogas beschreibt. Aus diesem Grund ist Yoga aus klassischer Sicht immer Ashtanga, da alle seine Praktiken Teil eines breiten Systems sind.

Es betont den physischen Aspekt von Yoga, die Bewegungen des Hatha Yoga. Doch anders als beim langsamen Rhythmus des Hatha Yoga basiert Ashtanga Yoga auf Körperhaltungen und fließenden Bewegungen, die, wie im Vinyasa Yoga mit dem Atem verknüpft sind und ein System von kräftigenden und anspruchsvollen Bewegungsabläufen bilden.

  1. Kundalini Yoga

Kundalini Yoga ist eine bestimmte Yoga-Disziplin, deren zentrale Technik darin besteht, die Kundalini zu erwecken: die ätherische Kraft, die sich an der Basis der Wirbelsäule befindet.

Kundalini Yoga ist ein Stil des spirituellen und hingebungsvollen Yoga, welcher oft Lieder, Mantras, Kerzen und Räucherstäbchen beinhaltet. Durch das Üben von Körperhaltungen (Asanas) in Kombination mit Atmung, Pranayama-Übungen, energetischen Schließungen (Bandhas) und Mudras wird versucht, die Chakren zu öffnen und auszugleichen, um körperliche und emotionale Beschwerden zu verhindern und zu heilen.

  1. Bhakti Yoga

Bhakti Yoga ist eine der ältesten Arten von Yoga und seine Wurzeln lassen sich auf die heiligen Schriften der Veden zurückführen. Das Wort „Bhakti“ selbst leitet sich von dem Wort „Bhak“ ab, was „mit Gott vereint“ bedeutet. Es ist der hingebungsvolle Weg zu Gott und im Vordergrund steht nicht die körperliche Praxis von Yoga Asanas, sondern die liebevolle Hingabe an Gott, zum Beispiel durch das Singen von Mantras, spirituelle Praxis und Gebet.

  1. Bikram Yoga

Bikram Yoga ist ein ziemlich neuer Stil. Er wurde vom indischen Guru und Milliardär Bikram Choudhury ins Leben gerufen, der 1972 in San Francisco die erste Schule in den USA gründete. Diese Yoga-Stilrichtung besteht aus einer Folge von 26 Asanas, die aus dem Hatha Yoga stammen und den Körper in seiner Gesamtheit fordern, sowie zwei Pranayama- Übungen.

  1. Kripalu Yoga

Kripalu Yoga ist ein entspannter, meditativer Hatha-Yoga-Stil, der auf Selbstbeobachtung und Verbindung mit dem Göttlichen ausgerichtet ist. Kripalu Yoga wurde in den 1980er Jahren in den von Amrit Desai ins Leben gerufen, der es nach seinem indischen Lehrer Sri Kripalvananda benannt hat. In der Praxis des Kripalu Yoga steht der Körper im Mittelpunkt, da der Körper der beste Lehrer ist. Kripalu Yoga umfasst auch Praktiken wie Pranayama und Meditation hat zum Ziel, Prana zum Fließen zu bringen.

  1. Yoga Nidra

Yoga Nidra ist das Yoga des bewussten Schlafes. Es ist ein Zustand tiefer Meditation, in dem körperliche Entspannung eintritt und größere Ruhe erreicht wird als während des Schlafes. Denn im Schlaf funktioniert der Geist weiterhin und erzeugt Emotionen und Gedanken, die jedoch im Yoga Nidra zur Ruhe kommen. Es ist eine Technik mit selbstinduzierter Entspannung und positiven Visualisierungen, die das Nervensystem beeinflussen und tiefe Ruhe, körperliche Entspannung und innere Stille bewirkt.

  1. Power Yoga

Das oft in Fitnessstudios praktizierte Power Yoga leitet sich vom Ashtanga Yoga ab. Wie auch Ashtanga Yoga ist Power Yoga eine dynamische, körperlich anstrengende und kräftigende Praxis. Beide basieren auf dem Vinyasa-Stil der Sequenzen, die Teil des traditionellen Hatha Yoga sind. Es ist also ein Stil, bei dem man sich fließend von einer Haltung zur anderen bewegt, intensive Herz-Kreislauf-Arbeit leistet, was viel Kraft erfordert und Widerstand und Flexibilität fördert.

  1. Lach-Yoga

Lach-Yoga hat seinen Ursprung in Indien und von dort in die Welt gefunden. Es stellt eine kraftvolle Form von Yoga dar, die eine fröhliche Haltung, inneren Frieden und körperliches und geistiges Wohlbefinden fördert. Lachen wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. Es ist auch eine Form von Yoga, die uns in den gegenwärtigen Moment bringt, uns mit Lebensenergie auftankt und dabei unterstützt, Spannungen abzubauen. Lachen hilft uns, das Leben mehr zu genießen und mit mehr Leichtigkeit zu leben.

  1. Wasser-Yoga

Wasser-Yoga ist eine sehr sanfte, therapeutische Art von Yoga und bietet eine gute Dosis Spaß. Mit besonderem Schwerpunkt auf vollständiger Atmung und Körperausrichtung ist es ein Yoga mit geringer körperlicher Belastung, das in einem Schwimmbecken praktiziert wird.

Das Körpergewicht sinkt um bis zu 90%, so dass es keinen Druck in den Gelenken gibt, die Verletzungsgefahr verringert und eine tiefere Dehnung erreicht wird.

  1. Acroyoga

Das Acroyoga ist wunderschön, langsam und eine Kunst zum Bestaunen. Acroyoga findet nicht nur bei Yoga-Praktizierenden Anklang, sondern auch bei Tänzern und Liebhabern von Zirkuskünsten.

Acroyoga umfasst Balance, Teamwork und Koordination. Es ist ein Yoga-Stil, der etwas Kraft und Flexibilität erfordert, aber vor allem dazu herausfordert, körperliche und mentale Grenzen sowie Ängste zu überwinden und den Mitmenschen zu vertrauen.

Miriam Fischer
Miriam Fischer


1 Antwort

Ryffel Daniela
Ryffel Daniela

März 16, 2019

Heute habe ich eine Yng -Yoga Teachertrainng besucht.Yyn-Yoga ist eine wunderbare Art sich zu entspannen.Ein Yogastiel,der durch Atmung in Diensten Ebenen des Seins wärend unterschiedlichen Uebungen dehnt und bewegt,bis man total warm ,entspannt und durchgewegt ist.

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