Weihnachten – Das Fest der liebenden Güte

Dezember 22, 2019 6 Minuten Lesezeit 6 Kommentare

Weihnachten – Das Fest der liebenden Güte

Weihnachten – Das Fest der liebenden Güte 

Es ist wieder einmal so weit. Weihnachten steht vor der Tür! Alles glitzert, alles funkelt, das Geschäft boomt und rund um den Globus klingeln die Glöckchen – und die Kassen. Auch wenn einige von uns das Fest der Liebe nicht in erster Linie als spirituelle Feierlichkeit betrachten, sondern als jährliches Familientreffen mit viel Essen und Geschenken, so ist Weihnachten dennoch ein Fest der Spiritualität. 

Vielleicht fühlst du dich mehr zum Buddhismus hingezogen als zum christlichen Glauben? Ob du es glaubst oder nicht, die beiden Weltreligionen haben einige Gemeinsamkeiten, die sich an Weihnachten gut vereinbaren lassen. Lies weiter und erfahre, wie du Weihnachten und deine ganz persönliche spirituelle Praxis verbinden kannst! 

  1. Nächstenliebe und Mitgefühl 

Die Nächstenliebe ist eine der wichtigsten Säulen des Christentums. Deshalb wird Weihnachten auch oft das „Fest der Liebe“ genannt. Liebe und Mitgefühl bilden auch den Grundstein der buddhistischen Lehre. Im Islam und Judentum ist die Nächstenliebe ebenfalls verankert. Es gibt kaum eine spirituelle Lebensphilosophie oder Religion, in der die Liebe keinen wichtigen Stellenwert einnimmt. Gott ist Liebe, darüber sind sich Anhänger verschiedenster Kulturen und Glaubenspraktiken weltweit einig. 

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, heißt es bereits im Alten Testament. Im Buddhismus wird die Nächstenliebe Karuna genannt. 

Eine von Klaus Mylius übersetzte Lehrrede des Buddha über die Liebe im Sutta 27 des Itivuttaka lautet: 

„Wer Liebe entstehen lässt, unermessliche, mit Bedacht – dünn werden die Bande ihm, der das Versiegen des Anhaftens schaut. Nur einem Lebewesen mit einer arglosen Gesinnung Liebe erweisend, wird er dadurch tugendhaft. Mit allen Wesen im Geist mitleidig, erwirkt der Edle reiches Verdienst ... Wer nicht tötet, nicht töten lässt, nicht unterdrückt, nicht unterdrücken lässt, Liebe er zeigt allen Wesen, Feindschaft droht ihm von niemandem.“ 

Liebe ist die stärkste Kraft der Welt. Sie verbindet und heilt die Menschheit. Öffne dieses Weihnachten dein Herz für deine Mitmenschen. Praktiziere zum Beispiel die Liebende-Güte- Meditation, um Liebe in die Welt zu senden. 

  1. Selbstliebe und Selbstachtung 

Es ist nicht möglich, wahre Liebe für andere Lebewesen zu empfinden und sie sich selbst vorzuenthalten. Selbstliebe ist unabdingbar für die spirituelle Weiterentwicklung und Heilung unserer eigenen Herzen. „Liebe dich selbst und beobachte“, sagte der Buddha. „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ wurde zum Jesus-Zitat Nummer eins. Auch er betonte die Selbstliebe, auch wenn wir den Teil „...wie dich selbst“ oft in den Hintergrund stellen. 

Nur wenn wir uns selbst achten und unser eigenes Mitgefühl schenken, können wir einen Unterschied in der Welt machen. Nur wenn wir uns selbst bedingungslos annehmen, können wir andere Menschen so lieben, wie sie sind. Liebe bedeutet nämlich nicht, von unserem Wohlwollen etwas auszuschließen, was uns widerfällt. Wahre Liebe, die, von der Buddha und Jesus sprechen, ist allumfassend. Öffne dein Herzchakra und verbinde dich mit deiner eigenen Liebe, bevor du dich darum bemühst, deine Liebe zu verschenken. Gib dir selbst dein größtes Weihnachtsgeschenk – gib deinem Herzen das, wonach es sich sehnt. 

  1. Licht in der Dunkelheit – Dunkelheit im Licht 

Weihnachten fällt auf die dunkelste Zeit des Jahres. Vorchristliche Kulturen haben bereits die Wintersonnwende mit Ritualen gefeiert (und tun es noch immer). Die Sonne spendet Leben, auch in der dunkelsten und längsten Nacht des Jahres. Es ist kein Zufall, dass die Geburt Christi genau zu dem Zeitpunkt gefeiert wird. Sowohl die Römer als auch andere heidnische Kulturen haben die Sonnwende traditionell als heilige Zeit gefeiert, einen Wendepunkt, an dem die Tage wieder heller und länger werden und die Nächte kürzer. Die Sonne kommt zurück und ein neuer Lebenszyklus beginnt. 

Dunkelheit und Licht gehen Hand in Hand, auf Tag folgt Nacht, auf Nacht folgt Tag. So wie das Wechselspiel von Yin und Yang oder des weiblichen und männlichen Prinzips. Auch in der dunkelsten Nacht der Seele ist das Licht der Liebe nicht abwesend. An Weihnachten wird symbolisch das Jesuskind geboren und bringt das Licht zurück in die Dunkelheit. Gott wird in Form von Jesus zum Menschen – Gott, die Liebe, kommt im dunkelsten Moment in die Welt. 

Falls du in deinem Leben gerade der Lichtblick fehlt und dir die Dunkelheit des Winters zu schaffen macht, dann ist die Idee vom Licht in der Dunkelheit für dich – hoffentlich – ein Hoffnungsschimmer, wie ein Kometenschweif am Nachthimmel. 

  1. Zeit für Besinnlichkeit 

Weihnachten ist ein besinnliches Fest. Besinnlichkeit bedeutet, uns darauf zu besinnen, was unserem Leben einen Sinn gibt, das, was wirklich wichtig ist im Leben. Es ist ein guter Zeitpunkt, um sich nicht nur mit Familie und Feierlichkeiten zu umgeben, sondern auch innezuhalten und in sich zu kehren. Nimm dir an den Weihnachtsfeiertagen einen Moment Zeit, um dich zu besinnen. Immerhin neigt sich auch das Jahr dem Ende zu und es ist eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Wende dich dir selbst zu und meditiere über dein Leben. 

Wie war dieses Jahr für dich? Was war sinnvoll, was nicht? Was hast du gelernt und woraus ziehst du deine Schlüsse? Was hat durch dich das Licht der Welt erblickt? 

Zieh deine Bilanz, aber vergiss nicht, Mitgefühl und Selbstliebe walten zu lassen! Oft sind wir zu hart mit uns selbst und legen rückblickend unser Augenmerk auf alles, was schiefgelaufen ist. Unsere Errungenschaften und Erfolge, schönen Momente sowie großen und kleinen Freuden übersehen wir dabei. Das liegt daran, dass das menschliche Gehirn seit Ewigkeiten darauf getrimmt ist, an erster Stelle Negatives in Erinnerung zu behalten, um Gefahren zu minimieren und das Überleben zu sichern. Sich Positives in Erinnerung zu rufen ist nicht notwendigerweise überlebenswichtig und bedarf daher oft ein aktives Eingreifen und einen willentlichen Perspektivenwechsel. Gönne es dir! 

  1. Das Fest der Großzügigkeit 

An Weihnachten gibt es Geschenke. Je mehr, desto besser. So lautet wohl die einfachste und kürzeste Definition für die beliebtesten Feiertage des Jahres (in der westlichen Welt). Viele, deren Priorität die Spiritualität ist, halten nicht viel vom Materialismus und Konsumismus unserer Zeit. Doch Geschenke zu machen, um Liebe und Zuneigung auszudrücken und Menschen eine Freude zu bereiten, ist ein Akt der Großzügigkeit, der Herzen öffnet, Menschen verbindet und glücklich macht. 

Das Leben ist ein Nehmen und Geben. Gib und du wirst empfangen! Dieses Prinzip ist Teil der christlichen Lehre und so ist das Schenken an Weihnachten gelebte Spiritualität und nicht bloß leerer Materialismus. Spiritualität und Nächstenliebe finden durch die Symbolik des Geschenks Ausdruck auf der materiellen Ebene. 

Übrigens, wenn du noch ein spirituelles Geschenk für deine Lieben suchst, dann schaue dich doch einmal in unserem Webshop um! 

  1. Ein Anlass zur Dankbarkeit 

Die Weihnachtsfeiertage bieten eine sehr gute Gelegenheit, um Dankbarkeit zu praktizieren. Die Kraft der Dankbarkeit öffnet Herzen und Türen gleichermaßen! Nutze diese Magie für deinen inneren Frieden und ein Leben in Zufriedenheit und Überfluss. Jedes Geschenk, das dir übergeben wird und jede Geste der Nächstenliebe, die dir zukommt, sind Gründe, um dich aus tiefstem Herzen verbunden zu fühlen. 

Sei dankbar in jedem Augenblick und nimm dir am Anfang oder Ende des Tages einen extra Moment, um Dankbarkeit zu üben. Du kannst deine Dankbarkeits-Übung ganz bewusst mit deiner Jahresbilanz aus Punkt 6 verbinden. Dadurch stellst du sicher, dass du deinen Blickwinkel auf Positives ausrichtest, was dir für das neue Jahr viele weitere schöne Erfahrungen und Gründe zur Dankbarkeit bereiten wird. 

„Wäre das WortDankedas einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen“, sagte Meister Eckhart. 

  1. Gebet, Ritual und Meditation 

Falls du dein Gebet etwas ausschweifender gestalten und vielleicht sogar in ein Ritual einbetten möchtest, bietet Weihnachten optimale Rahmenbedingungen. Dazu kannst du in die Kirche gehen, musst du aber nicht. Denn Christus, das Licht der Welt und der Geist der Liebe, ist überall. Laut Thomasevangelium sagte Jesus selbst: „Spalte ein Stück Holz und ich bin da, hebe einen Stein auf und du wirst mich finden." Genauso wie die Buddha-Natur oder das Tao immer und überall präsent sind. 

Es ist die Energie, die die Welt und alles, was in ihr ist, ins Leben gerufen hat. Du kannst dich mit dieser Energie jederzeit und an jedem Ort verbinden. Genaugenommen bist du sowieso Teil dieser Energie und niemals von ihr getrennt. Durch Gebet, Ritual oder Meditation kannst du jedoch dein Bewusstsein darauf ausrichten und dir dieser Verbindung gewahr werden. 

Bringe mit Weihnachtsdekoration und Kerzen symbolisch das Licht in dein Leben. Öffne dein Herz und deinen Geist und meditiere über die Symbolik der Weihnachtsgeschichte. Lass dich von diesem Artikel inspirieren und vereine Besinnlichkeit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Liebe und Mitgefühl in deinem Weihnachtsfest. 

Wir wünschen dir und deinen Lieben ein rauschendes Fest, wunderschöne Feiertage und einen unvergesslichen Rutsch ins neue Jahr! Namaste.


6 Antworten

wjfbqtUR
wjfbqtUR

März 10, 2020

nrOBgCaot

hXIKOvGHrLTdc
hXIKOvGHrLTdc

März 10, 2020

DGEWSrTIYkdLfz

ShIYLRfNFo
ShIYLRfNFo

Januar 14, 2020

qlrfopDHg

ecmqHQOPGftkbVuK
ecmqHQOPGftkbVuK

Januar 14, 2020

kiPwUjacE

Nicole Heinemann
Nicole Heinemann

Dezember 22, 2019

Ich wünsche allen aus meinem tiefsten 💖 Liebe Glück und Zufriedenheit. Achtete und respektiert einander wie dich selbst. 🙏😇🙏.

Namasté 😇

Frank Aicher
Frank Aicher

Dezember 22, 2019

Wohl Ware Worte 🙏, in diesem Sinne allen Lebewesen auf dieser Erde ein frohes Fest 🎄🎅🏻⛄️🙏🕊

Schreibe einen Kommentar