Mehr Lebensenergie durch bioaktive Ernährung

Februar 22, 2020 6 Minuten Lesezeit 5 Kommentare

Mehr Lebensenergie durch bioaktive Ernährung

Mehr Lebensenergie durch bioaktive Ernährung 

Ernährung ist weit mehr als die reine Nahrungsaufnahme, um das Hungergefühl im Bauch zu stillen. Was wir tagtäglich zu uns nehmen, hat einen unmittelbaren Effekt auf unsere Gesundheit und beeinflusst sogar unser Denken und Fühlen. Der Philosoph Ludwig Feuerbach brachte es bereits 1850 auf den Punkt: „Der Mensch ist, was er isst“. 

Stell dir vor, du strotzt vor Lebenslust und genießt deine Mahlzeiten mit jedem Bissen, nicht nur, weil sie unheimlich lecker sind, sondern auch noch unglaublich gesund. Genuss und Gesundheit schließen einander nicht aus. Im Gegenteil! Lies weiter und erfahre, wie du mit bioaktiven Lebensmitteln genussvoll schlemmen und gleichzeitig das Beste für dein Wohlbefinden tun kannst. 

Was ist eine bioaktive Ernährung? 

Eine bioaktive Ernährung bedeutet, bewusst Nahrungsmittel zu wählen, die dem Körper wertvolle Nährstoffe liefern. Bioaktive Substanzen sind in Obst und Gemüse, sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen enthalten. Auch in milchsauer fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt und Sauerkraut kommen sie vor. 

Sie wirken blutdrucksenkend, entzündungshemmend und antioxidativ. Außerdem werden sie größtenteils basisch verstoffwechselt, was das Gleichgewicht deines Säure-Basen- Haushalts begünstigt. Je alkalischer dein Körper, desto weniger anfällig ist er für Krankheiten sowie Entzündungen und desto langsamer altert er. Wenn du dich bioaktiv ernährst hast du spürbar mehr Energie! Entscheide dich für unbelastete, frische Lebensmittel, möglichst aus regionaler Bio-Landwirtschaft. Denn diese enthalten viel mehr Nährstoffe als herkömmliche oder weit gereiste Produkte und sind nicht so schadstoffbelastet. Gib deinem Körper die Nährstoffe, die er braucht, und er sorgt für den Rest. 

Die Vorteile einer bewussten Ernährung 

Eine bewusste Ernährung stärkt nicht nur das Immunsystem, sie fördert auch den Stoffwechsel und die Verdauung. Tagsüber fühlst du dich fit und vital, nachts hingegen schläfst du besser. Dadurch, dass du aktiver wirst sowie Gelüste und Heißhungerattacken wegfallen, findet dein Körper nicht nur zurück zu seinem natürlichen Gleichgewicht, sondern auch zu seinem Optimalgewicht. Außerdem verlangsamen bioaktive Nahrungsmittel den Alterungsprozess auf natürliche Weise und sorgen für eine straffere Haut, einen strahlenden Teint sowie volleres, gesünderes Haar. Du fühlst dich wohler in deinem Körper und strahlst mehr Lebensfreude und Leichtigkeit aus. 

Zu einer bewussten Ernährung gehört auch, dass du dich ein bisschen auskennst. Im Folgenden erklären wir dir, was komplexe Kohlenhydrate sind und warum du sie essen solltest, welche Eiweißquellen die gesündesten sind und welche Fette die sind, die deinem Körper guttun. Außerdem verraten wir dir, welcher Mahlzeitenrhythmus der optimale für dein Wohlbefinden ist. 

Komplexe vs. einfache Kohlenhydrate 

Immer mehr Menschen schwören auf eine Low-Carb-Diät. Doch nicht alle Kohlenhydrate sind ungesunde Dickmacher. Zwar kann der menschliche Körper Kohlenhydrate aus Eiweiß 

selbst herstellen, doch in einer ausgewogenen Ernährung sollten sie dennoch nicht fehlen. Zu vermeiden sind Lebensmittel mit einem hohen Anteil an einfachen Kohlenhydraten, wie etwa Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Diese sättigen nicht lange und sorgen zudem für Heißhungerattacken und Gelüste auf noch mehr zuckerhaltige Snacks. Obst bildet hier eine Ausnahme, denn es enthält wichtige Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Empfehlenswert sind wenig zuckerhaltige Früchte wie Beeren, Grapefruit, Wassermelone und Avocado. 

Komplexe Kohlenhydrate ermöglichen ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl und halten den Blutzuckerspiegel stabil, da der Körper länger braucht, um sie aufzuspalten und als Energiedepots verfügbar zu machen. Zu einer natürlich gesunden Ernährung gehören daher Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse sowie wertvolle Nüsse und Samen. Am besten du isst Kohlenhydrate zum Frühstück und Mittagessen, damit der Körper Energie für den Tag hat. Abends sind eiweißhaltige Mahlzeiten nicht nur bekömmlich, sondern auch sättigend. Snacks wie Mandeln, Cashews oder Datteln sorgen zudem für eine angenehme Nachtruhe aufgrund des in ihnen enthaltenen Wirkstoffs Tryptophan. 

Überwiegend pflanzliche Eiweißquellen 

Eiweiß (auch Proteine genannt) besteht aus essenziellen Aminosäuren, die der Körper für lebenswichtige Funktionen braucht, jedoch nicht selbst herstellen kann. Es sättigt und kurbelt den Stoffwechsel sowie die Fettverbrennung an. Wer sich bioaktiv ernährt, nimmt in der Regel automatisch ausreichend davon zu sich. Die Empfehlung lautet, 80 Prozent pflanzliche und 20 Prozent tierische Proteine zu sich zu nehmen. Denn zu viel tierisches Eiweiß begünstigt Entzündungsprozesse im Körper und ist außerdem oft schwer verdaulich. Doch im Fleisch steckt wichtiges Vitamin B12, was bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden muss. Wenn du Fleisch oder Milchprodukte kaufst, achte auf die artgerechte Haltung und das Bio-Gütesiegel. 

Nüsse und Samen enthalten einen hohen Anteil an Eiweiß. Aber auch in Gemüse, Hülsenfrüchten sowie Getreide sind eiweißhaltig und liefern dir außerdem wichtige Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Spurenelemente. Darüber hinaus sind pflanzliche Proteine kalorien- und fettärmer sowie cholesterinfrei. 

Gesunde Fette und Öle 

Fett macht nicht notwendigerweise dick, wie es oft behauptet wird. Mit der richtigen Auswahl an Fetten kannst du die Fettverbrennung sogar steigern und dein Gewicht regulieren. Außerdem ist Fett nicht nur ein Geschmacksträger, sondern auch für die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) verantwortlich. 

Die in Lein- und Chiasamen sowie Algen, Lachs und Kabeljau enthaltenen Omega-3- Fettsäuren wirken entzündungshemmend, stärken die Zellgesundheit und regulieren den Blutzuckerhaushalt. Da ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften durch Erhitzen weitgehend verlorengehen, sollten Lein-, Walnuss- und Hanföl kalt verzehrt und beispielsweise zum Verfeinern von Salaten und Müslis verwendet werden. Zum leichten Erhitzen empfiehlt sich Oliven- oder Rapsöl, zum Braten hingegen sind Kokos- oder Distelöl besser geeignet. 

Übersicht: Bioaktive und gesunde Lebensmittel 

Bioaktive Nahrungsmittel sind naturbelassene Produkte, die deinem Körper Lebensenergie liefern. Dazu gehört alles, was auf oder unter der Erde wächst und möglichst nicht chemisch behandelt oder gentechnisch verändert wurde. Doch auch Joghurt und Fisch sind dabei. 

  1. Frisches Gemüse 

Am besten ist grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Grünkohl. Aber auch Karotten, Pilze, Paprika, Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rote Beete, Fenchel und andere Gemüsesorten sollten regelmäßig auf der Speisekarte stehen. 

  1. Leckeres Obst 

Iss reichlich Obst wie Beeren, Rhabarber, Avocados, Zitronen oder Grapefruit, die wenig Zucker enthalten. Andere, süßere Obstsorten wie Bananen, Mangos, Papaya und Mandarinen solltest du in Maßen genießen. 

  1. Knackige Nüsse 

Nüsse sind kleine Nährstoff-Bomben. Am besten, du hast immer einen Vorrat an Erdnüssen, Cashews, Mandeln und Walnüssen parat. Denn sie sind sehr sättigend und eignen sich hervorragend als Zwischenmahlzeit. Zwei Handvoll Nüsse pro Tag werden empfohlen. 

  1. Gesunde Samen 

Sie sind zwar klein, aber haben es in sich! Samen enthalten wertvolle Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe. Chiasamen und Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne bilden gemeinsam mit Haferflocken ein gesundes Frühstücksmüsli. 

  1. Sättigendes Vollkorn 

Vollkornprodukte z.B. aus Dinkel oder Haferflocken. Streiche Weißmehlpasta, Toast und Baguette von deiner Einkaufsliste und wähle stattdessen gesündere Alternativen aus Vollkorn. Dieses macht nicht nur länger satt, es ist auch besser für die Verdauung. 

  1. Pseudo-Getreide 

Zum sogenannten Pseudo-Getreide gehören beispielsweise Amarant, Buchweizen, Hirse und Quinoa. Sie sind leckere Alternativen zu Reis und Nudeln und um ein Vielfaches gesünder. 

  1. Eiweißhaltige Hülsenfrüchte 

Insbesondere, wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, sollten Linsen, Kichererbsen und Bohnen einen wichtigen Platz auf deinem Speiseplan einnehmen. Sie sind nicht nur regelrechte Proteinbomben, sondern sie enthalten auch Eisen und Ballaststoffe. 

  1. Die richtigen Fette 

Auf Transfette, die in sämtlichen frittierten Lebensmitteln wie etwa Pommes und Chips enthalten sind, solltest du möglichst verzichten. Diese machen nicht nur dick, sie sind auch noch nachweislich gesundheitsschädigend. Gesunde Fette aus Nüssen und Samen oder deren Ölen sind jedoch gesundheitsförderlich. Wähle Leinöl, Hanföl sowie Walnussöl und 

verzehre regelmäßig Fisch wie Lachs, Kabeljau und Hering aufgrund der entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. 

  1. Milchsauer fermentierte Produkte 

Milchsauer fermentierte Produkte enthalten bioaktive Substanzen. Joghurt, Sauerkraut und anderes fermentiertes Gemüse sowie Kimchi und Kombucha sind sehr gut für die Darmflora und enthalten zahlreiche Vitamine. Sie sorgen für eine gute Verdauung und stärken das Immunsystem. 

Der optimale Mahlzeitenrhythmus 

Durch längere Essenspausen aktiviert der Körper seinen Entgiftungsmechanismus und greift auf das Körperfett als Energiequelle zu. Wenn zwischen den Mahlzeiten 4-5 Stunden liegen, sinkt sowohl der Blutzucker- als auch Insulinspiegel, was dazu führt, dass der Körper Fett abbaut. Bei Essenspausen von 13-16 Stunden spricht man von Intervallfasten. Da im Körper nachts wichtige Entgiftungsprozesse ablaufen, ist es besonders gesundheitsfördernd, mit einem frühen Abendessen und späten Frühstück die Schlafenszeit in die Fastenphase miteinzubeziehen. 

Ein gesundes Körpergefühl 

Generell gilt: Höre auf deinen Körper. Er lässt dich spüren, wenn er hungrig ist und signalisiert dir durch deinen Appetit, welche Nährstoffe er benötigt. Indem du seine Bedürfnisse erfüllst und ihm Gutes tust, sorgst du für dein eigenes Wohlbefinden. Achte also nicht nur was die Essenszeit betrifft auf dein Bauchgefühl, sondern auch bei der Auswahl der Nahrungsmittel. 

Nimm dir Zeit für die Nahrungszubereitung und den Verzehr. Achtsam essen bedeutet auch, jeden Bissen zu genießen und den Geschmack der Mahlzeit bewusst wahrzunehmen. Wenn du dich bewusster ernährst, wirst du mit der Zeit ein gutes Gespür für deinen Körper entwickeln und merken, was er braucht. 

Das Prinzip ist einfach: Was du deinem Körper gibst, gibt er dir zurück. Gönne ihm die Kraft der Natur und gespeicherte Sonnenenergie durch eine bioaktive Ernährung und er belohnt dich mit Lebensfreude, Leichtigkeit und mehr Power für den Tag. 

Hast du vielleicht einige Geheimtipps, die du teilen möchtest, oder sogar Rezepte, die du uns und den anderen Lesern empfehlen kannst? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar.


5 Antworten

lduirackng
lduirackng

März 10, 2020

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qbFRMVlz
qbFRMVlz

März 10, 2020

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Ariane
Ariane

März 04, 2020

Es würde mich freuen, wenn ich eine Antwort auf meine E-Mail bekomme. Dankeschön.

Heike
Heike

Februar 22, 2020

Das möchte ich auch, muß mich erst vom Ballast jeglicher Art befreien, sonst wird das nichts. Auf jeden Fall das richtige für mich, habe schon mal ausprobiert und fühle mich einfach super damit. Das versteht nicht jeder und erklärt mich für “bekloppt”. Darum nehme ich die Trennung von bestimmten Person und Gewohnheiten in Angriff. Ich kann und will nicht mehr so leben wie bisher. Ich fühle mich frei mit dieser Ernährung.

Reinhard Weigerstorfer
Reinhard Weigerstorfer

Februar 22, 2020

Das alles kann ich nur bestätigen aber leider schaffe ich das nicht immer.

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