Fünf Wege zu mehr Erdung und Gelassenheit

von Miriam Fischer August 24, 2019 5 Minuten Lesezeit

Fünf Wege zu mehr Erdung und Gelassenheit

Kennst du das? Du drehst dich in Gedanken und kannst nicht richtig abschalten. Oder du schweifst gedanklich häufig ab und verlierst dich in Tagträumen. Du hast tolle Ideen aber tust dir schwer mit der Umsetzung. Du fühlst dich unkonzentriert und irgendwie schusselig. Vielleicht sind es auch Kopfschmerzen, Tollpatschigkeit oder häufige Unfälle – es gibt eine Vielzahl von Anzeichen, die dir zeigen, dass du dringend mehr Erdung brauchst. 

Was ist Erdung? 

Erdung bedeutet Stabilität und innere Ruhe. Menschen, die geerdet sind, sind bodenständig und ausgeglichen. Sie sind präsent, denn Erdung sorgt dafür, dass sie im Hier und Jetzt verankert sind. Sie sind durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Bäume sind das perfekte Sinnbild für Erdung, denn ihre Wurzeln reichen tief, ihre Stämme sind stabil und ihre Krone hält jedem Sturm stand. Im spirituellen Sinne ist Erdung die energetische Verbindung zur Erde. Das Energiefeld des Menschen ist über das Wurzelchakra, auch Muladhara genannt, direkt mit der Erde verbunden. 

Warum ist Erdung wichtig? 

Das Wurzelchakra verbindet dich mit deinem Körper und der materiellen Welt. Daher ist Erdung grundlegend, wenn du im Leben etwas erreichen möchtest. Erdung ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut, sei es die spirituelle Weiterentwicklung oder die materiellen Lebensziele. Wer geerdet ist, kann seine Träume verwirklichen, Pläne umsetzen und Wünsche manifestieren. Es gibt viele verschiedene Arten, wie du dich erden kannst. Wir zeigen dir fünf Wege zu mehr Erdung und Gelassenheit! 

  1. Meditationen zur Erdung 

Es gibt diverse Meditationstechniken, die speziell entwickelt wurden, um den Meditierenden zu erden. Die gängigste ist die Baum-Meditation. Dazu setzt du dich auf einen Stuhl, sodass deine Füße fest auf dem Boden stehen. Wenn es dir lieber ist, kannst du diese Meditation auch im Stehen machen. Wichtig ist, dass du mit deinen Fußsohlen festen Kontakt zum Boden hast. Du schließt die Augen und stellst dir vor, wie Wurzeln aus deinen Füßen in den Boden hinab wachsen, wie bei einem Baum. Die Wurzeln graben sich immer tiefer, bis zum Erdinneren. Du gibst deine verbrauchte Energie an die Erde ab und nimmst neue Erdkraft in dich auf. Anstatt Baumwurzeln kannst du dir auch einen leuchtend roten Energiestrahl vorstellen, der sich von deinem Wurzelchakra aus mit der Erde verbindet. 

Eine weitere Möglichkeit, um dich während der Meditation zu erden ist die Gehmeditation. Dazu musst du nicht unbedingt andächtig im Park spazieren gehen. Du kannst auch auf der Straße oder im Büro eine Gehmeditation einlegen. Auch Joggen kann zur Meditation werden. Wichtig ist, dass du nicht hetzt, sondern bewusst einen Fuß vor den anderen setzt. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Füße und spüre bei jedem Schritt, wie der Fuß den Boden berührt sowie das Gewicht deines Körpers. Wenn du magst, synchronisiere deinen Atem mit deinen Schritten. 

  1. Erdung mithilfe von Heilsteinen 

Kristalle und Edelsteine haben eine enorme Heilkraft und einige von ihnen sind besonders nützlich, wenn es darum geht, Energien zu erden. Du kannst dir diese Kraft zu Nutze machen, indem du dir eine Halskette oder ein Armband mit einem Heilstein zulegst, Steine in deine Hosentasche steckst, in deinem Zimmer aufstellst oder bei der Meditation in der Hand hältst. Die folgenden Heilsteine sind zu empfehlen: 

Onyx, Turmalin und Obsidian 

Diese drei tiefschwarzen Edelsteine eignen sich sehr gut, um dich von negativen Energien zu befreien und zu schützen. Sie absorbieren dunkle Energien und leiten sie über das Wurzelchakra ab in die Erde, wo sie transformiert werden. 

Hämatit 

Der Hämatit ist der gängigste Stein, wenn es um Erdung geht. Der Erdkern ist aus Hämatit und wenn du diesen Heilstein bei dir trägst, hilft er dir, die Verbindung zwischen dir und der Erde zu verstärken. 

Blutstein 

Der Blutstein ist ein dunkelgrüner, matter Stein von hoher Dichte. Er hilft dir, dich zu reinigen und sorgt für mehr Gelassenheit und Gleichgewicht. 

Roter Jasper 

Der rote Jasper ist ein undurchsichtiger Stein von erdroter Farbe. Er wirkt stark beruhigend und erdend auf sein gesamtes Umfeld. 

Granat und Rubin 

Diese leuchtend roten Edelsteine strahlen in der Farbe des Wurzelchakras. Sie bewirken Erdung, Gelassenheit und verbessern das Selbstbewusstsein. 

  1. Aromatherapie – erdende Düfte 

Wenn du dich erden willst, kannst du auch auf die Düfte der Aromatherapie zurückgreifen. Denn Düfte haben die Kraft, das Bewusstsein in die Gegenwart zurückzuholen und dort zu behalten. Außerdem harmonisieren sie das gesamte Energiefeld. Bestimmte ätherische Öle, die erdend wirken, sind zum Beispiel: 

Zeder 

Die Zeder duftet nach Nadelwald und wirkt dadurch erdend. Sie beruhigt und stabilisiert und wird deswegen oft bei nervösen Unruhezuständen empfohlen. Träufle ein paar Tropfen Zedernöl auf deine Handgelenke und atme tief durch. 

Sandelholz 

Sandelholz gibt es als Öl oder Räucherstäbchen. Sein holziger Duft holt dich zurück in die Gegenwart. Sehr empfehlenswert während Meditationen! 

Rose 

Rose ist ein Duft von höchstem Niveau. Sie harmonisiert und schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit. Außerdem öffnet sie das Herz für die Liebe! 

Lavendel 

Lavendel ist traditionell das Öl für Entspannung und Gelassenheit. Wer Schlafstörungen hat, kann sich Lavendelöl an den Hals und die Handgelenke machen oder einige Tropfen auf das Kopfkissen geben. 

Patchouli 

Patchouli kommt oft während Meditation, Gebet und Ritualen zum Einsatz. Sein Duft ist angenehm warm, würzig und erdend. 

  1. Nahrungsmittel, die erden 

Eine weitere Möglichkeit, um dich zu erden ist direkt über deine Ernährung. Du bist, was du isst! Wenn du deinem Körper Nahrung zuführst, gibst du ihm Energie. Du kannst die Erdung deines Energiefelds begünstigen, indem du bestimmte Lebensmittel zu dir nimmst. Eine schwere Mahlzeit kann ratsam sein, wenn du dich unruhig und hibbelig fühlst. Diese kann, muss aber nicht unbedingt Fleisch enthalten. 

Es gibt auch viele vegetarische Lebensmittel, die erdend sind. Dazu gehören sämtliche Knollen, Wurzeln und Gemüsearten, die unter der Erde wachsen, zum Beispiel: Kartoffeln, Süßkartoffeln, Maniok, Rote Bete, Mohrrüben, Rettich, Radieschen und Spargel. Füge eine weitere Dimension hinzu, indem du Lebensmittel in der Farbe des Wurzelchakra auswählst, wie zum Beispiel Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, rote Johannisbeeren, Tomaten, rote Paprika, rote Linsen und Kidney-Bohnen. 

  1. Farben für die Erdung 

Wie wichtig die Farbe Rot für die Erdung ist, haben wir bereits mehrmals erwähnt. Neben Rot werden auch die Farbe Schwarz sowie sämtliche Brauntöne mit Erdung assoziiert. Wende dieses Wissen in verschiedensten Lebensbereichen an! Wähle Kleidung in diesen Farbtönen, insbesondere an den Tagen, an denen du nervös bist, das Gefühl hast, dich zu verzetteln oder ein hohes Maß an Konzentration gefordert ist. Leg dir ein paar dunkelrote Hausschuhe zu, dekoriere dein schwarzes Ledersofa mit roten oder braunen Kissen und Decken oder stell rote Blumen auf deinen Nachttisch. Lass deiner Kreativität freien Lauf! 

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dich zu erden. Nutze sie, um in hektischen Zeiten zu dir selbst zu finden und mehr Harmonie und Gelassenheit in dein Leben zu bringen. Und vergiss nicht: Wenn du geerdet bist, kannst du deine Vorhaben umsetzen, deine Träume wahrmachen und dich selbst verwirklichen. Denn durch Erdung bringst du deine mentale, emotionale und spirituelle Energie in die materielle Welt.

Miriam Fischer
Miriam Fischer


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