Die Lebensgeschichte des Buddha

von Miriam Fischer September 13, 2018 3 Minuten Lesezeit 1 Kommentar

Die Lebensgeschichte des Buddha meinbuddha

Die Lebensgeschichte des Buddha

Die Biografie des Buddha beginnt in Lumbini, in der Nähe der Grenze zu Nepal und Indien, vor ca. 2.600 Jahren, wo der Mann Siddharta Gautama geboren wurde.
Obwohl er als Prinz geboren wurde, hat er schon früh erkannt, dass, auch wenn er der sich der harten Realität nicht aussetzen muss, dies ihm kein dauerhaftes Glück oder Schutz vor Leid bieten konnte. Nach einer langen spirituellen Suche begab er sich in eine tiefe Meditation, in der er die geistliche Natur entdeckte. Er erreichte den Zustand des bedingungslosen und dauerhaften Glücks: den Zustand der Erleuchtung, des Buddha-Seins. Dieser Geisteszustand ist frei von Emotionen, die einen bedrücken und zeigt sich durch Furchtlosigkeit, Freude und aktives Mitgefühl. Seine Lebensaufgabe bestand darin, den Menschen, die ebenfalls diesen Zustand erreichen wollten, zu lehren, sich selbst damit zu verwirklichen. 

"Ich unterrichte, weil ihr und alle Wesen glücklich sein und Leiden vermeiden wollt. Ich lehre, wie dies geht. "
- Der Buddha

Buddhas Kindheit und Jugend

Zur Zeit des Buddha war Indien ein spirituell sehr aufgeschlossenes Land. Jede wichtige philosophische Denkweise war in der Gesellschaft präsent und die Menschen waren davon überzeugt, dass Spiritualität ihren Alltag auf positive Weise beeinflusst.

Zu dieser Zeit wurde Siddharta Gautama, der zukünftige Buddha, in eine königliche Familie im heutigen Nepal, bei Grenze zu Indien, geboren. In der Zeit, als er aufwuchs, war der Buddha außergewöhnlich intelligent und mitfühlend. Groß, stark gebaut und gut aussehend. Somit gehörte der Buddha zur Krieger-Kaste. Es wurde vorhergesagt, dass er entweder ein großer König oder ein geistiger Führer werden würde. Da seine Eltern einen mächtigen Herrscher für ihr Königreich brauchten, versuchten sie Siddharta mit allen Mitteln daran zu hindern, die unbefriedigende Realität der Welt zu sehen. Sie umgaben ihn mit jeder Art von Vergnügen. Ihm wurden fünfhundert attraktive Damen zur Verfügung gestellt und jede Gelegenheit für Sport und Aufregung konnte er nutzen. Er meisterte das wichtige Kampftraining und gewann sogar seine Frau, Yasodhara, in einem Bogenschießen-Wettbewerb.

Im Alter von 29 Jahren wurde er plötzlich mit Leid konfrontiert. Auf einem, für ihn seltenen, Ausflug, von seinem luxuriösen Palast, sah er jemanden hoffnungslos krank. Am nächsten Tag sah er einen altersschwachen Mann und schließlich einen Toten. Er war sehr aufgebracht, als ihm klar wurde, dass Alter, Krankheit und Tod zu jedem kommen würden, auch jene die er liebte. 

Am nächsten Morgen ging der Prinz an einem meditierenden Mann vorbei. Als sich ihre Blicke trafen und ihre Gedanken verbunden, blieb Siddhartha hypnotisiert stehen. Blitzschnell erkannte er, dass die Perfektion, nach der er die ganze Zeit gesucht hatte, sich in ihm selbst befinden musste. Die Begegnung mit diesem Mann gab dem zukünftigen Buddha einen verlockenden Vorgeschmack des Geistes, eine wahre und dauerhafte Zuflucht, die er zum Wohle aller erleben wollte.

-

Buddhas Erleuchtung

Buddha hat seine Entscheidung getroffen: Um die volle Erleuchtung zu erlangen, musste er königlichen Pflichten aufgeben und seine Familie verlassen. Heimlich entfloh er dem Palast und ging allein zum Wald. Sechs Jahre vergingen und er lernte viele Meditationslehrer kennen, einer talentierter als der andere. Er lernte ihre Techniken und meisterte diese mit Erfolg. Jedoch stellte er jedes mal aufs neue fest, dass sich immer nur das Potenzial seines Geistes zeigte, jedoch nie er selbst. 
Schließlich beschloss der zukünftige Buddha an einem Ort namens Bodhgaya zu meditieren, bis sich die wahre Natur seines Geistes vollständig entfaltet.
Sechs Tage und sechs Nächte vergingen, in denen er jedes innere Hindernis durchdrang. In einer Vollmondnacht an einem Vormittag im Mai, eine Woche bevor er fünfunddreißig wurde, erreichte er sie endlich: Die Erleuchtung. 

Im Moment der vollen Verwirklichung verschwanden alle zweifelhaften Gefühle und Ängste und der neue Buddha erlebte das Hier und Jetzt in vollem Ausmaß. Zeit und Raum lösten sich gemeinsam mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf. Selbst Nah und fern hatte keine Bedeutung mehr und alles verschmolz zu einem leuchtenden Zustand intuitiver Glückseligkeit. Jede Zelle seines Körpers wusste alles und war alles. Er wurde zum Buddha, der Erleuchtete. 

Nach seiner Erleuchtung begab sich Buddha zu Fuß auf die Reise durch ganz Nordindien. Er lehrte fünfundvierzig Jahre lang durchgehend. Menschen aller Kasten und Berufe, selbst Könige bis zu Kurtisanen, wollten vom Buddha gelehrt werden. Er beantwortete ihre Fragen und machte den Menschen offenkundig, was letztendlich die Realität ist.

Buddha ermutigte seine Schüler sein ganzes Leben, selbst seine Lehren in Frage zu stellen und eigene Erfahrungen zu sammeln, welche seine Praktiken bestätigen. Diese undogmatische Lehre macht den Buddhismus bis heute charakteristisch.
"Ich kann glücklich sterben. Ich habe keine einzige Lehre in einer geschlossenen Hand versteckt. Alles was dir nützlich ist, habe ich bereits offen dargelegt. Sei dein eigenes leitendes Licht. " - Der Buddha, der seinen Körper im Alter von achtzig Jahren verlässt.

Miriam Fischer
Miriam Fischer


1 Antwort

Leo
Leo

Januar 02, 2019

Sehr interessanter Beitrag. Auch wenn ich die Geschichte des Buddha bereits kenne, waren für mich einige Dinge dabei, die ich vorher noch nicht wusste.
Gruß Leodami

Schreibe einen Kommentar